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Spiegel-Radler sehen mehr

Manchmal können wir Menschen manche Tiere richtig beneiden. Etwa die, die in alle Richtungen schauen können, ohne sich umdrehen zu müssen. „Hinten seh´ ich nichts“, gibt es für viele Vierbeiner nicht. Der Mensch hat zum Glück irgendwann einmal den Spiegel erfunden. Heute lassen sie uns erahnen, was hinter einem passiert, egal ob im Auto oder auf dem Zweirad.

Wer beim Radfahren in den Spiegel schaut, ist nicht eitel, sondern schlau. Ein wichtiges Zubehörteil, welches für 10 bis 2o Euro eine Riesenmenge an Sicherheit bringt. Merkwürdig nur, daß dieses sehr nützliche Utensil nur selten serienmäßig am Rad vorzufinden ist. Dabei liegen die Vorteile auf der Hand, oder besser im Auge: Man hat immer einen Blick für den rückwärtigen Verkehr, ohne sich umdrehen zu müssen. Gefahrensituationen erkennt man so viel früher. Ein zu eng überholender Kraftfahrer sieht man eher und nicht erst auf Schulterhöhe, wenn der Windsog einem fast umreißt. So manch gefährliche Situation wird so vermieden. Auch die für den Radler oft tödlichen Rechtsabbieger, lassen sich frühzeitig erkennen.

Kein Wunder, daß Spiegelerfahrene auf das Stückchen Glas schwören. Spiegel-Radler sehen halt mehr. Das Gefühl für die Sicherheit geht sogar soweit, daß manche Pedalisten sich regelrecht unsicher fühlen, wenn sie „ohne“ fahren müssen.

Auch außerhalb der Stadt und besonders auf Touren ist ein Rückspiegel von Vorteil. Denn auch wenn der Gegenwind nicht mit Orkanstärke bläst, sind die Fahrtwindgeräusche meist so laut, daß man den heranbrausenden Verkehr gar nicht hört. Und Gruppenfahrten machen erst dann Spaß, wenn man sich nicht ständig umschauen muß, wieweit der Letzte der Clique entfernt ist. Will man zeitweilig nebeneinander fahren (natürlich nur dann, wenn man den anderen Verkehr nicht stört), dann hat man so immer die Möglichkeit sich frühzeitig rechts einzuordnen.

Allerdings bringt ein Spiegel nur dann etwas, man damit mehr als nur ein zittriges Bild sieht. Viele angebotene Produkte erfüllen leider diese Kriterien nicht. Entweder geben sie ein verzerrtes Bild wieder oder vibrieren auch bei geringen Erschütterungen. Über Kopfsteinpflaster kann man mit diesen schon gar nicht fahren, dann knicken die nach unten ab wie eine verwelkte Tulpe.

Gute Spiegel sind aus Glas, am besten mit einer bruchsicheren Konvexlinse ausgestattet. Sie sollen weder zu wenig noch zu stark verkleinern. Ob man eher einen runden oder ovalen montiert, hängt zum Großteil vom persönlichen Geschmack oder dem Lenkertyp ab.

Die Montage kann an sehr verschiedenen Stelle des Lenkers vorgenommen werden. Hauptsächlich werden sie aber am Lenkerende montiert. Einige werden mit dem Lenkerrohr verschraubt, andere wiederum nur mit einem Klettband fixiert (wie zum Beispiel der leiider nicht mehr erhältliche Rhode Gear). Letztere lassen sich deshalb auch in der Mitte eines Lenkers befestigen, wenn die Lenkstange zum Beispiel nach innen gebogen ist, wie es bei den Multifunktionslenker der Fall ist. Was schnell angebracht werden kann, läßt sich natürlich auch leicht entfernen - von jedem, den es reizt.

Die meisten heute angebotenen Spiegel eignen sich für sehr verschiedene Lenkertypen. Abzuraten ist von Billigvarianten, die mit einer Klemme und einer Schraube um das Lenkerrohr fixiert werden. Die scharfen Kanten können zur schmerzhaften Falle werden.

Viele Spiegel der Firma Zéfal sind empfehlenswert, äußerlich ähneln sie den Modellen für Autos. Kommen sie mit einem Hindernis in Berührung, so klappen sie sich automatisch in Richtung Lenker ein. Allerdings haben manche Modelle ein eingebaute Sollbruchstelle, die schon beim geringsten Widerstand nachgibt. Die Folge ist ein eklatant hoher Spiegelverschließ. Fällt einmal das Rad um (warum eigentlich immer auf die linke Seite?) so war´s das meist für den Spiegel. Früher, zu Zeiten von Rhode Gear mit Aluhalter habe sie deutlich länger gehalten. Spiegel gibt es für die rechte und linke Seite.  

Ebenfalls für den beidseitigen Blick ist ein Spiegel für das Oberrohr des Rahmens gedacht. In der Nähe des Vorbaus montiert, stört er weder beim Treten, noch kann er leicht zerbrechen.

Für Helmträger gibt es einen speziellen Minispiegel, der leicht an der Kopfbedeckung montiert wird. Und der Rennradler braucht einen Spiegel, der einfach anstelle des Lenkerstopfens montiert wird. Durch Kugelgelenke ist er individuell einstellbar. Für Rennradlenker, an den denen die Bremszüge aus den Bremsgriffen noch nach oben herausgeführt werden, gibt es Modelle, die dort angebracht werden können. Solche lassen sich dann ebenfalls rechts und links befestigen.

Wichtig bei der Wahl und Probemontage des richtigen Spiegels ist die passende Kleidung. Denn wer beispielsweise nicht nur im Radtrikot, sondern auch in der dicken Winterjacke radelt, wird feststellen, daß man mit einigen Spiegeln, aufgrund des eingeschränkten Sichtfelds, dann nur noch den eigenen Unterarm sieht.

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