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GPS für Radfahrer

Als jüngst die Stiftung Warentest GPS-Geräte für Radfahrer getestet hat, war klar: Der Durchbruch für diese Technik steht bevor. Noch ist es aber ein Nischenprodukt, noch krankt das System vor allem an der unzureichenden Stromversorgung. Auch die Kompatibilität einzelner Systeme lässt doch sehr zu wünschen übrig. Welche Karte passt zu welchem Gerät? Die Unübersichtlichkeit verführt nun nicht gerade zum Kauf. Das passende GPS zu finden ist nicht einfach, der Kauf ist beratungsintensiv.

GPS am Fahrrad / Foto:Thomas FroitzheimDoch wer nicht unbedingt jetzt satellitengestützt radeln möchte, kann natürlich noch abwarten, schließlich dauert es nicht mehr lange, bis die ins Handy integrierten GPS-Empfänger auch idiotensicher sind. Wieviele Geräte wollen wir eigentlich noch aufs Rad und an den Lenker packen?

Ein GPS-Gerät kann viele Funktionen erfüllen. Da wäre beispielsweise die Hilfe, dass man mitgeteilt bekommt, wo man hin muss.  Dafür reicht ein nicht kartenfähiges Gerät, das auf einem Schwarz-Weiß-Display einem den Weg weist. Ich persönlich halte von diesen Geräten nicht viel. Ich möchte eine Karte sehen, und wissen, wie die Umgebung aussieht. 

Kartenfähige Geräte sind allerdings deutlich teurer. Meist muss man auch noch die Karten extra kaufen. Auch nicht unwichtig, wie viel Tracks kann das Gerät speichern? Eine Speicherweiterung per SD-Karte sollte auch vorhanden sein.  

Lassen sich die Geräte auch mit Handschuhen bedienen? Sieht man überhaupt etwas, wenn die Sonne direkt aufs Display scheint.  Und wie lange halten die Batterien oder Akkus durch? Outdoor-GPS-Geräte sollten wasserdicht sein. Ist dies nicht der Fall, gibt es zusätzliche Boxen, die das Gerät schützen. 

Eigentlich wird durch das GPS der herkömmliche Tacho überflüssig. Moderne Geräte zeigen Momentangeschwindigkeit, Höchstgeschwindigkeit, die Fahrzeit, die Kilometerleistung und die aktuelle Höhe zusammen auf einem Display an.

Ich persönlich möchte mich aber auf einer Tour auf diese Technik (noch) nicht verlassen. Ein Fahradtacho fällt selten aus und meist, weil irgend etwas mit der Kabelzuführung oder den Kontakten nicht stimmt (Funkübertragung sind bei mir sowieso tabu, weil viel zu störanfällig). Ich fahre auch nicht mit einem klassischen GPS-Gerät sondern mit einem PDA.  Für den PDA habe ich die Spezialkarten eingescannt  und kalibriert, so ist der Blick auf die Papierkarte nicht mehr so oft nötig. Vom Gerät navigieren lasse ich mich nicht. Zudem bin ich einfach viel zu spontan, als dass ich vorher eine Route eingeben könnte. Und abends im Zelt oder während einer Pause an einem Picknicktisch möchte ich nicht scrollen, sondern einfach die Karte ausbreiten und den Überblick haben.

Die Programme für den PDA sind klasse, der GPS-Empfänger ist auch völlig in Ordnung, für das Gerät gibt es Aluboxen, extra Halter für den Lenker und wasserdichte Schutztaschen. Alles super, wenn mir da nicht der Witz von Otto einfallen würde: "Aber die Batterien".

GPS-Empfang saugt kräftig Strom und PDAs sind von Haus aus schon sehr hungrig. Ein wenig Abhilfe hat die Erfindung des Ladegeräts von dem Berlin Peter Braun gebracht. Sein ADA-Bikeconverter arbeitet (bei mir) mit dem SON-Nabendynamo und versorgt ständig den PDA mit Saft.

Mit dem Umstieg auf ein klassischen GPS-Gerät warte ich ab. Mir wäre am liebsten eine Eier legende Wollmichsau. Bitte nicht noch mehr Kabel. Fast eine halbe Packtasche wird nur von Kabeln, Ladegeräten und Akkus gefüllt, man schleppt Fotoapparat, Videokamera, Handy und bei mir noch PDA mit sich herum. Noch ein Gerät? Nein, der Wunsch wäre ein Gerät, das zumindesten Handy, PDA und GPS vereint. Eine Spiegelreflexkamera wird ja wohl nie in ein Handy, integrieren lassen. Zudem gibt es für meine Regionen auch nur weng gutes digitales Kartenmaterial, und wenn doch, dann ist es viel zu teuer.

Die Technik schreitet voran, vieles ist möglich, vor allem auch im touristischen Bereich. Man stelle sich nur vor: Hotels verleihen Elektrofahrräder mit integriertem GPS, das auch noch sprechen kann  und sagt: "In 50 Meter bitte rechts ab", oder "gleich rechts Bäckerei oder Biergarten", oder "nächster Supermarkt noch 2 km." Und mit einem Klick kommt das alles auch noch in Englisch.... 

 

 
 
 

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