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Langzeittest von Gepäcktaschen der Firmen Ortlieb und VauDe

RadtourJa geht sie denn nie kaputt? Noch immer, nach über zehn Jahren und mehreren zehntausend Kilometern im harten Einsatz hängt sie weiterhin am Gepäckträger: die Lowridertasche der Firma Ortlieb. Doch, um es vorweg zu sagen: Im Gegensatz zu vielen anderen Weltradlern wurde ich nie von Ortlieb gesponsert.  Auch nicht vom Konkurrenzunternehmen VauDe. Das wäre mir auch zu aufwändig und einschränkend, denn während vorne Ortlieb "hängt", wird am hinteren Gepäckträger VauDe bevorzugt. Die Trans Alp Plus mit 44 Liter Packvolumen wurden "getunt" und zusätzlich mit einer Ortlieb-Außentasche ausgestattet. Friedliche Vereinigung an der Gepäcktaschenfront. Doch was macht man unterwegs, wenn Nähte reißen oder Nietungen aufbrechen?

Was zeichnet nunmehr eine gute Fahrradtasche aus? Nicht unbedingt das Gewicht. Da hat sich interessanterweise nicht soviel in den vergangenen zehn Jahren getan. Die alten LKW-Planen dienen zwar wohl nur noch in Ausnahmefällen als Satteltaschenrohstoff, trotzdem ist das Gesamtgewicht der Taschen nicht spürbar gesunken, weshalb es eigentlich auch keinen Grund gibt, alte Tasche gegen neue auszutauschen.

mit Silikon gestopfte FahrradtascheAuch die Aufhängungssysteme scheinen weitgehend ausgereizt zu sein. Meist reichen die Haken und Schienen für eine individuelle Anpassung aus. Wobei eine variable Anpassung bereits ein Kriterium ist, das gute von schlechten, oder billige von preiswerten Taschen unterscheidet. Trotzdem kann es vorkommen, dass die Nietungen der Taschen ausreißen. 

Keine Panik. Die Niete einfach herausdrücken und durch das Loch eine Schraube stecken und auf der Innenseite mit einer Mutter festziehen. Bei meinen Ortliebtaschen haben sich mittlerweile sämtliche Nietungen verabschiedet. Die Taschen sind übrigens trotz Verschraubungen weiterhin wasserdicht (auch bei Flussdurchquerungen). Bisher ist noch keine Naht aufgeplatzt, wenn auch manch dicke Abschürfung vom harten Einsatz zeugt. 

Anders bei den VauDe-Hinterradtaschen der Marke Trans Alp Plus II. Die Schweißnaht an der Rückwand ist bei einer Tasche aufgebrochen und begann unter Spannung ein immer größeres Loch zu verursachen. Spannend war der Anblick nicht und wasserdicht ist hier wirklich etwas anderes. So war ein wenig Bastelarbeit notwendig. Denn wie immer passiert es während einer Tour. Ein wenig Silikon habe ich immer dabei, und zwar im praktischen Dosierspender. Das ist sehr hilfreich und das Zeugs hält auch länger und trocknet nicht so schnell ein wie ähnliche Produkte in der Tube. Mit Silikon kann man am Rad und vor allem an der Ausrüstung vieles reparieren, natürlich auch aufgesprungene Nähte. 

Okay, schön sieht anders aus, aber egal, es hält und obwohl ein weiterer Schwung VauDe-Taschen bereits seit Jahren auf dem Hängeboden auf ihren Einsatz warten, bleibt die "Alte" im Einsatz. Die neuere Variante der Trans Alp Plus-Taschen sagt mir übrigens mit dem verschließbaren Reißverschluss nicht so sehr zu, zudem sind sie auch wieder einen Tick teurer geworden.  Die alte Variante kostete 119 Euro, und wenn man Glück hat, bekommt man sie noch irgendwo für 80 oder 90 Euro, während das Nachfolgemodell etwa 130 Euro kostet . Die Vaude hat gegenüber den Ortliebs den Vorteil, dass sie eine zusätzliche Außentasche aufweist. Zudem hat sie nicht den ortliebtypischen Rollverschluss sondern einen Deckelverschluss mit Staubalg. Beim Befestigungssystem wird das QMR-System verwendet. Selbstverständlich ist die Rückenplatte aus stabilem Kunststoff. Die Außentasche wird im Rollverfahren mit einem Klettband verschlossen, leider löste sich relativ bald das Band von der Tasche. Ließ sich auch nicht mehr dauerhaft befestigen. Mit der neuen Außentaschen, die per Reißverschluss geschlossen wird, hat das Problem ein Ende. Ein großer Vorteil der neuen Modellreihe, aber dafür gleich 130 Euro ausgeben?

Zum Schluss noch ein Blick an den Lenker. Leider sind bisher alle meine Rufe nach einer wasserdichten Tasche mit viiiel Stauraum nicht erhört worden. Wasserdicht heißt bisher, maximal eine Außentasche und vielleicht noch eine Winztasche an der Seite für ein Handy, dann vielleicht 6 Liter Volumen. Ich brauche aber 8 Liter und Netze an den Seiten, in die kommen nämlich Karte und Notizblock, manchmal sogar Trinkflasche, aber auch Handy oder ein nasser Lappen. Beides: wasserdichte, große Tasche, mit geräumiger Außentasche und Netzen an beiden Seiten, hat bisher niemand auf den Markt gebracht. Deshalb regnet es bei mir oft noch in die Lenkertasche rein. Die Vaude Road II 8 hängt am Lenker, die alte Version, die noch Außennetze hat, bei der aktuellen Variante wurde das praktische Ausstattungsmerkmal leider eingespart.... Leider ist der Rahmen bereits bei der ersten Tour gebrochen. Aber sie hängt noch...

Sony UnterwassergehäuseUnd wie habe ich meine Lenkertasche wasserdicht bekommen? Die Wasserschüssel von Ortlieb passt genau auf die Lenkertasche und bildet einen guten Regenschutz. Auch kann man Müllbeutel überstülpen. Der Vorteil an der VauDe Road II 8 ist übrigens aufgrund der Größe, so dass auch das Unterwassergehäuse von Sony ("SPK-HCD") exakt in die Tasche passt. Und damit ist die Videokamera sowohl wasser- als auch staubgeschützt. Meine letzte Videokamera hat sich nämlich leider im Sandsturm in einer der vielen Wüsten Islands im wahrsten Sinne des Wortes aufgerieben. Aber so ein 1 Kilogramm schweres Gehäuse schleppe wohl auch nur ich mit mir herum.... Oder? Eine Anleitung zum Unterwassergehäuse mit Typenbezeichnungen findest Du hier.

 

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