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Kodaks Playsport: Der wasserdichte HD-Camcorder fürs Fahrrad

Test Videokamera Kodak Playsport

 

Das Wort Kamerafahrt kennt man höchstens aus der Filmbranche, doch immer mehr Fahrradfahrer filmen sich selbst oder wenigstens ihre Route mittels Videokamera. Bisher waren Kameras schwer, klobig und nicht sehr robust. Die wasser- und staubdichte Action-Videocamera Playsport von Kodak ist das ideale Spielzeug für eine dreckig nasse Radtour. Hier ein erster Eindruck. 

Test Kodak PlaysportDie schönsten Momente sind ja oft jene, die selten auftreten, da bricht ein Vulkan aus und die Aschewolke zerstört die Bildtrommel. Da regnet es wie aus Kübeln und die Kamera ist wasserscheu. Da brettet man durch Modder und lässt die Videokamera lieber in ihrer Polsterung in der Lenkertasche. Schade eigentlich, denn die Fahrt durch Pfützen oder im Regensturm bringt doch gerade jene Bilder, die man nicht immer sieht.

Gegen Staub und Wasser habe ich bisher meine große Mini-DV Videokamera durch ein riesigen Käfig aus Plastik geschützt (siehe hier*). Aus Erfahrung wird man klug, ein kleiner Sandsturm reichte und die Kamera war erledigt. Doch der dann zugelegte Schutz wog und war sperrig. Die neue Videokamera Kodak Playsport bietet sich für den robusten Einsatz an. Sie soll bis drei Meter Wassertiefe dicht halten und auch einem Sandsturm die Stirn bieten.

Beides werden wir demnächst in Island ausprobieren. Wir glauben dem Hersteller mal einfach sein Versprechen. Der große Vorteil der Playsport: sie ist leicht, handlich, hat wenig Schnickschnack, einfach Record drücken und los geht es. Sie macht für ihre Größe (und ihren Preis - etwa 130 Euro) formidable Aufnahmen.

Sie ist für aktionsgeladene Momente entwickelt worden, die man dann auch schnell der YouTube-Gemeinde mitteilen möchte. "Die Kodak Playsport zeichnet sich durch eine integrierte Software und einen USB-Anschluss aus, so dass sich Videos einfach bearbeiten lassen und über beliebte Social-Media-Plattformen wie YouTube oder Facebook mit Freunden und der Familie geteilt werden können. sagt Ralf Werner, Senior Product Manager bei Kodak.

Trotz Handygröße zeichnet sie in Full-HD-Videoaufnahmen in 1080p Qualität auf, sowie schießt Fotos mit fünf Megapixeln. Der Vorläufer, die Zx1, sah bei weitem nicht so schick aus, war auch nur spritzwassergeschützt und hatte für Fahrradfahrer einen weiteren entscheidenden Nachteil: Sie hatte keinen Bildstabilisator. Also nichts für rasanten Abfahrten oder Schotterpisten.

Mit einem passenden Stativ (siehe hier*), gelingen mit der Playsport auch sehr gute Aufnahmen auf dem Fahrrad. Der Ton ist okay, kann natürlich mit größeren Kameras nicht ganz mithalten. Auch wurde (wohl) zu Gunsten der Wasserdichtigkeit auf einen externen Mikrofoneingang verzichtet.

Aufgezeichnet wird auf SD oder SDHC-Karten. Wir haben sowohl alte SD-Karten als auch neuartige SDHC-Karten (in unserem Fall eine Platinum Class 6 mit 16 GB) ausprobiert. Auch ruckelt nichts. Drei Stunden können mit einer 16GB-Karte aufgenommen werden.  Doch so lange hält der Akku nicht durch. Hier ist ein entscheidender Nachtteil gegenüber der Zx1, die mit normalen Mignon-Akkus betrieben werden konnte.

Erstens: noch mehr Batterien und Akkutypen auf einer Radtour, zweitens noch ein Ladegerät (wenn man nicht über den Mini-USB lädt) und drittens höhere Kosten für die Akkus der Typen Klic-7004 oder NP-50. Diese bewegen sich preislich zwischen 25 Euro und 40 Euro pro Stück. Deutlich preiswerter sind Nachbauten, wobei dort die Gefahr besteht, dass man nicht weiß, was man wirklich kauft, das Risiko von Ausfällen und geringerer Laufzeit steht nicht immer im Verhältnis zur Preisersparnis. 

Wir haben den Vergleichstest gemacht. Bei Amazon bekommt man Ersatzakkus bereits für 1 Euro 50 plus Plus Versand in Höhe von rund 4 Euro. Wir haben drei Akkus bei der Firma Sellway bestellt und jeweils drei mal entladen und aufgeladen. Unterm Strich bekommt man drei Akkus für rund 10 Euro (wenn die Preise im Keller sind- ansonsten drei für rund 24 Euro). Unter identischen Bedingungen haben wir die Billigakkus gegen den serienmäßig mitgelieferten antreten lassen.

Das Ergebnis: Die Nachbauten machten unterschiedlich schnell schlapp. Zwischen 30 und 43 Minuten konnte man filmen. Das Original hielt knapp eine Stunde durch. Aber eigentlich auch noch zu wenig. Ob sich die Kamera auch mit dem SON-Nabendynamo aufladen lässt, werden wir demnächst auf einer Tour testen (und dann berichten). Großer Nachteil: Die Akkuanzeige erscheint erst kurz bevor der Saft ausgeht, wer dann nicht drauf achtet und die Aufnahme beendet, kann Pech haben und die Kamera stürzt ab und die gesamte Aufnahme ist verloren. Also unbedingt bereits dann den Akku wechseln, wenn die Akkuanzeige leuchtet.

Für eine unabhängige Energieversorgung bietet sich übrigens das Gomadic-System an. Auf diese Weise lässt sich die Playsport mit normalen Mignon-Akkus aufladen und mittels Steckerzubehör kann man mit den Gomadic dann auch zum Aufladen von iPhone, Handy, Navi oder PDA nutzen. Die Geräte gibt es auch in Deutschland.

Wer sich für viele Geräte die Adapterstecker zulegen möchte, sollte einen Kauf in den USA in Erwägung ziehen. Dort, direkt beim Hersteller bestellt, ist es deutlich billiger (trotz schwachem Eurokurs und 10 Dollar Versandkosten). Für ein paar kleine Teile lohnt sich der Aufwand natürlich nicht, zumal immer noch Zoll und Steuern hinzukommen (können).

Worauf wir derzeit noch warten ist eine Silconschutzhülle für die Playsport. Da hat sich bisher noch nichts auf dem Markt gezeigt.

Wie Du die Kamera an den Fahrradlenker bekommst, erfährst Du hier*. Wie Du Anbaumöglichkeiten am Lenker erweiterst, steht hier*.


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