Lumotec IQ Cyo Senso Plus: Scheinwerfer mit 60 Lux im Test

bumm_lumotec_IQ_Cyo_Senso_plusAch, wenn dieser Name nicht wäre: "Lumotec IQ Cyo Senso Plus". Ja Herrschaftszeiten, ging´s nicht noch länger? Der Name strahlt nicht, aber es kommt ja oft auf die inneren Werte an. Doch sind die wirklich top? 60 Lux an Lichtstärke, ein direkter Vergleich mit dem Lumotec Fly mit 40 Lux soll die Unterschiede aufzeigen.

Seit Herbst 2009 gibt es das Flagschiff von Busch & Müller auch im Alu-Look. Sieht schick aus der kleine Scheinwerfer, Retro-Look nennt es Busch & Müller. Wir nennen es einfach mal klassischer Scheinwerfer. 

Die Unterschiede zum Lumotec Fly sind nicht nur äußerlich auffällig. Der  "Lumotec IQ Cyo Senso Plus" strahlt mit bis zu 60 Lux, allerdings nur in der Version ohne Reflektor. Für deutsche Straßen und zur eigenen Sicherheit muss man deshalb noch einen weißen Reflektor montieren. Aber den bekommt bereits für zwei Euro. Trotzdem sollte man zu dem 60 Lux-Scheinwerfer greifen, denn der Unterschied zum 40 Lux ist schon deutlich. Allerdings hat die 40-Lux mit Reflektor eine Nahfeldausleuchtung, die für manchen Radfahrer vielleicht wichtiger ist.

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Im Vergleich zum Lumotec Fly wurden die Anschlüsse verändert. Ein festmontiertes Kabel legt man zum Nabendynamo. Ein zweites Kabel führt ein kurzes Stück aus dem Scheinwerfer heraus. Dort schließt man dann die Verkabelung für das Rücklicht an. Die mikrigen Stecker am Scheinwerfer waren immer ein Ärgernis. Man, wie oft haben diese sich von den Steckverbindungen gelöst. Besonders blöd, wenn man es nicht merkt und hinten alles dunkel bleibt.

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Immerhin war die Variante beim Lumotec Fly schon deutlich besser als beim Lumotec oval, der bei mir regelmäßig den Anschluss verlor. Und dann waren auch noch die Anschlüsse auf der Unterseite und im Dunkeln schon gar nicht zu finden. Trotzdem kann das kurze Kabel beim "Lumotec IQ Cyo Senso Plus" auch zum Problem werden, wenn ein Wackeler auftritt. Da unser Scheinwerfer natürlich noch Garantie hat, haben wir zunächst mal auf einen Blick ins Innere verzichtet, ob man da ans Kabel kommt, um dies zur Not auszutauschen.  Trotzdem diese Ministeckverbindungen sind weiterhin ein Ärgernis. Da könnte man irgendwann mal auf bewährte Stecker aus dem Autobereich für Scheinwerfer umschwenken, wenn man sich sowie lichtechnisch schon in dieser Richtung bewegt. 

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Die LED-Technik ist die gleiche wie beim Lumotec Fly. Das Licht wird nicht mehr direkt abgestrahlt. Ein Spezial-Reflektor nutzt eine Hochleistungs-LED als indirekte Lichtquelle. Es entsteht ein Lichtfeld, das doppelt so breit ist wie bei herkömmlichen Halogenleuchten.  Der Scheinwerfer macht einen robusten Eindruck, dass darf man allerdings auch für einen Preis von knapp 90 Euro erwarten. Dort liegt jedenfalls die unverbindliche Preisempfehlung. Und in der Tat findet man Fahrradhändler, die diesen Preis verlangen. Preiswerter geht es im Internet. Bei etwa 60 Euro für die schwarze Variante beginnen die Preise, der Alulook muss mit einem Aufschlag bezahlt werden.  Busch & Müller schreibt zu den Internetschnäppchen auf ihrer Seite: "Die so genannten Schnäppchen werden teilweise zu Preisen angeboten, die Kundendienstleistungen in keiner Weise zulassen. Beratung bei der Wahl des richtigen Produktes, Hilfestellung bei der Auswahl von zusammen gehörenden Systemkomponenten oder kundenfreundliche Abwicklung von Gewährleistungsfällen – all das bleibt auf der Strecke und Sie als Kunde stehen völlig im Regen".Bumm_grafik_LED-Technik

Nun ja, wer Beratung braucht, sollte natürlich im Fachhandel kaufen und sich den Scheinwerfer gegebenenfalls auch gleich montieren lassen. Technische Normallaien bekommen das aber auch alleine bewerkstelligt. Achso, fast hätte ich es noch vergessen. Serienmäßig ist immer eine Ein- und Ausschaltautomatik eingebaut. Sehr praktisch und auch ein Ausschalter ist an Bord, damit das gute Stück nicht die Gegend ausleuchtet. Wobei das Ausleuchten durchaus von Vorteil sein. Schon nach wenigen Umdrehungen funktioniert nämlich das Standlicht und bereits der Lumotec Fly konnte als Taschenlampe überzeugen. So manch einen Zeltplatz haben wir mit Hilfe des Lumotecs gefunden. Mit der dem Lumotec IQ Cyo wird die Zeltplatzsuche nachts noch einfacher.

So, und damit man nicht gleich vergisst, wie denn nun der Scheinwerfer heißt, Hausaufgabe für morgen: Den Namen auswendig lernen. Den neuen Cyo gibt es in zwei Ausführungen: „Lumotec IQ CYO senso plus“ (60 Lux) und „LUMOTEC IQ Cyo R senso plus“ mit Front-Rückstrahler und Nahfeldausleuchtung (40 Lux). 

Noch ein kleine Anmerkung zur Robustheit des Lumotec Fly. Der Lumotec Fly musste auch schon mal einen mächtigen Fahrradsturz überstehen. Der äußere Käfig war gebrochen, ließ sich mit Klebeband flicken. Die Technik hat aber die heftige Rasenmäherfahrt in die Büsche einwandfrei überlebt. Wir hoffen, dass das dem Lumotec IQ - äh wie heißt gleich noch mal der 60 Lux Scheinwerfer ? - das erspart bleibt. Erde frisst niemand gern.