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Im Test: Das erste Tagfahrlicht von Busch & Müller

Lumotec Cyo T Tagfahrlicht Busch & Müller Foto: Ulf HoffmannDer erste Scheinwerfer mit Tagfahrlicht wird eifrig diskutiert. Sinnvoll oder nicht? An dieser Stelle soll es in erster Linie um die praktische Erfahrung gehen. Wie funktioniert der Scheinwerfer und was bringt er an Sicherheit? Was sind die Vorteile im Vergleich zum normalen Scheinwerfer mit 40 oder 60 Lux? Lohnt sich der Umstieg? Busch & Müller ist mit dem Licht24 eine gute Innovation gelungen, doch ob sie allerdings den richtigen Riecher hatten, wird der Markt zeigen. Im Test jedenfalls konnte der neue Scheinwerfer nicht ganz überzeugen.

Tagfahrlicht Busch und Müller Foto: Ulf HoffmannBestellt haben wir den Lumotec Cyo T. Ingesamt gibt es drei verschiedene Varianten. Der Lumotec IQ Fly RT hat eine Lichtstärke von 40 Lux und sechs LEDs für das Tagfahrlicht. Auch der Lumotec IQ Cyc RT verfügt über 40 Lux. Die runde Form bedingt jedoch eine andere Anordnung der LEDs fürs Tagfahrlicht. Außerdem leuchten nur 4 LEDs. Ähnliche Anordnung beim getesteten Lumotec IQ Cyo T. Dieser verfügt jedoch über 60 Lux und von der Helligkeit einfach mit das Beste auf dem Markt. Als auf geht´s zum Test des Lumotec IQ Cyo T.

Auf den ersten Blick fallen ein paar Neuerungen auf. Die Schraube für die Halterungen ist nun mit einem Torx-Kopf ausgestattet und muss nicht mehr mit einem Schraubenschlüssel gekontert werden. Ein passender Torx-Schlüssel liegt der Verpackung bei, die Größe ist allerdings oft auch nicht in den praktischen Tools enthalten. Auf Touren also den kleinen Torx nicht vergessen.

Lumotec Tagfahrlicht Standlicht Foto:Ulf HoffmannDer Scheinwerfer hat drei Stellungen: "T", "S" und "0". Die Stellung "T" steht für Tagfahrlicht, der Scheinwerfer arbeitet nur im Tagfahrlicht, auch nachts. Die Stellung "S" steht für eine Kombination aus Tag- und Nachtfahrlicht. Im Hellen "arbeiten" die Tag-LEDs, bei Dämmerung oder Dunkelheit sorgt ein Sensor für das automatische Einschalten des Hauptscheinwerfers. Schalter "0" stellt den Scheinwerfer komplett ab. 

Beim Tagfahrlicht leuchten die 4 LEDs sowie in einer Art Standlichtfunktion der Hauptscheinwerfer. Bei Stopps schalten sich 2 LEDs aus. Hier zeigt sich der erste Nachteil gegenüber dem normalen Cyo (ohne "T"). Unser Eindruck das Standlicht ist schwächer geworden, aber das kann auch nur eine Vermutung sein. Bringen nun die 4 LEDs mehr Sicherheit? Schwer zu sagen. Schaden kann der Scheinwerfer nicht, aber so richtig überzeugen konnte uns das System nicht. Das Argument, ein normaler Scheinwerfer würde tagsüber in einem falschen Winkel leuchtet, stimmt zwar, aber mit einem Griff kann man den Scheinwerfer auf die passende (waagerechtere) Position einstellen. Das Tagfahrlicht mit dem normalen 60 Lux Scheinwerfer bietet also genauso viel Licht am Tage, auch das von der Seite gesehen werden, wird durch die Tag-LEDs nicht groß verbessert.

Lumotec Cyo Schalter Foto: Ulf HoffmannVielleicht ist die Anordnung beim Fly RT mit seinen 6 LEDs besser. Beim Cyo RT oder T konnte uns das Tagfahrlicht nicht so richtig überzeugen. Der größte Nachteil: Tagsüber kann man nur noch mit Tagfahrlicht fahren, es gibt keinen Schalter, um auf Abendlicht zu schalten. Nur durch einen Trick geht das, in dem man den Sensor abdeckt. Hier könnte nachgebessert werden. Auf die Freiheit auch tagsüber selbst entscheiden zu können, welches Licht ich nutzen möchte, möchte ich nicht verzichten. Auch beim Auto mit Tagfahrlicht kann ich ja jeder Zeit das Abblendlicht einschalten.

Weiterer Unterschied zum Tagfahrlicht beim Auto: Stets leuchtet auch das Rücklicht mit. Also auch hier kein Unterschied zum Dauerbetrieb. Dabei bringt das Rücklicht tagsüber nur wenig mehr an Sicherheit. Im Grunde Energieverschwendung. Da wäre eine Abschaltmöglichkeit sinnvoll. Wie weit nun das Tagfahrlicht weniger Kraftaufwand benötigt, um die vier LEDs zum Leuchten zu bringen (im Vergleich zu dem  Haupt-LED-Scheinwerfer) müsste ein Vergleich auf dem Prüfstand zeigen.

Tests haben auch schon gezeigt, dass die Nabendynamos sehr unterschiedliche Widerstände aufweisen, ob ein Verbraucher angeschlossen ist oder auch nicht. Eine generelle Aussagen ist also nur schwer möglich.

Fazit: Gute Idee - aber helle Kleidung und Reflektoren bringen mehr. Wer einen aktuellen Scheinwerfer aus der Lumotec-Serie fährt, braucht nicht umsteigen, sondern nutzt wenn gewünscht den normalen Scheinwerfer auch am Tage. Neueinsteiger können zugreifen, wenn sie mit dem Manko leben können, dass der Haupt-Scheinwerfer nur im Dunkeln leuchtet. Aber Busch & Müller ist ja lernfähig, auch beim ersten Lumotec hat es ein wenig gedauert, bis man alle Versionen mit einem Schalter ausgestattet hat, dass man das Standlicht auch abschalten kann.

Für Campingurlauber gibt es noch einen Nachteil: Das Standlicht beim Cyo (ohne ("T") ist deutlich heller als die 2 LEDs beim Cyo T. Mit dem Cyo kann man auch schon mal den Zeltplatz ausleuchten, mit der T Version funktioniert dies nur schlecht.

Leichtsinnig ist in der Gebrauchsanweisung aber folgender Hinweis: "Auch bei Dunkelheit ist das Licht auf der Straße im Modus `Tagfahrlicht´ nach der StVZO zugelassen und oftmals ausreichend - ideal z.B. für Fahrten auf beleuchteten Straßen, um auch nachts besser gesehen zu werden."

Preislich hat sich übrigens nicht viel getan, die UVP liegen zwischen 74 und 94 Euro (je nach Ausführung). Der Marktpreis meist deutlich darunter, insbesondere im Internet.

Den Artikel über Pro und Contra Tagfahrlicht findest Du hier.

 

 

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