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Wo kann man sich vor einem Kauf informieren?

Es gibt eigentlich drei gute Wege an Informationen über neue Produkte und neue Räder zu kommen. Das ist zunächst das Internet, welches voller toller Infos über Tests steckt. Nur man muss sie finden und dann auch einordnen.

 

Verbraucherportale könnten helfen, nun werden leider immer noch die meisten Fahrräder nicht nach Marke sondern nach Preis verkauft. Deshalb Meinungen von anderen Radfahrern zu finden ist nicht einfach. Zudem ändert die Fahrradindustrie fast jährlich die Produktpalette. Es wird zwar selbst von denen kritisiert, die dies ja voran treiben und eigentlich schnell ändern könnten. Schuld sind aber immer die anderen und geändert hat sich bisher nur wenig. Aus diesem Grund sind Vergleiche nur schwer über Jahre nachvollziehbar.

Weg zwei sind Magazine. Es gibt etliche Fahrradmagazine, wie Bike, Mountainbike, Trekkingbike, Aktiv Radfahren, Radtouren, Radwelt, um nur einige zu nennen. Sie veröffentlichen regelmäßig Fahrradtests. Auch die Stiftung Warentest nimmt sich regelmäßig Fahrräder vor, oder sollte man lieber schreiben: knüpft sich vor? 

Die Tests der Stiftung Warentest sind in der Branche umstritten. Oft ist man der Meinung, die Testkriterien seien zu hart, zu unrealistisch, an der Realität vorbei getestet. Regelmäßig bricht dort etwas und die Reaktion lässt nicht lange auf sich warten: In der Praxis sei dies noch nie vorgekommen, hört man unisono, egal, ob von Komponenten- oder Fahrradhersteller. Es würde nicht nach DIN getestet, die Kriterien seien nicht nachzuvollziehen oder würden den betroffenden Firmen nicht mitgeteilt.

Wie so oft liegt wohl die Wahrheit in der Mitte. Die Stiftung testet hart, vielleicht zu hart, oder besser beurteilt in manchen Punkten dann zu hart. Ein Rad, das ein "ausreichend" oder "mangelhaft" bekommen hat, verkauft sich nur noch schlecht. Ein Testsieger wird dagegen zum Renner, wie erst jüngst nach dem Trekkingradtest im Märzheft.  In dieser Beziehung hat die Stiftung Warentest eine nicht zu unterschätzende Markmarkt. 

Warum hört man eigentlich so selten etwas von angeblich zu harten Tests von den Fahrradmagazinen? Kann es sein, dass dort anders, will sagen lascher getestet wird? Nicht unbedingt. Manch ein Test entpuppt sich ja auch als Probefahrt. Und die meisten Probleme treten auch bei den Stiftung-Tests erst später auf. Eine Probefahrt kann natürlich nur einen ersten Eindruck vermitteln vom Zusammenspiel der Komponenten, von den Fahreigenschaften, ob der Hersteller dort seine Hausaufgabe gemacht hat oder Nachbesserungsbedarf besteht. 

Warum allerdings bei regelhaften Massentests mit mehreren Dutzend Rädern (wie sie immer wieder in Magazinen vorkommen), als schlechtestes Testurteil oft nur ein "gut" vergeben wird, ansonsten nur "überragend" und "sehr gut". Nun ja, man kann sich seinen Teil denken. Begründet wird dies oft mit der Vorauswahl, dass man halt intensiv nach den besten Rädern gesucht hat. 

Wenn ich allerdings in meinen eigenen Fuhrpark schaue, habe ich nach einem Stiftung Warentest-Urteil nur mangelhafte Räder, nach Fahrradmagazinurteile wohl hervorragende Räder. Denn eigentlich gibt es im Alltag bei mir kein Rad, an dem nicht schon mal was gebrochen ist.  Sei es Vorbauten, Gepäckträger, Hinterbauten oder ganze Rahmen. Natürlich nie auf den ersten 100 Kilometern. Auch oft nicht nach 100 km. Ich bin trotzdem zufrieden und so lange die Fahrradhersteller keine Probleme beim Austausch der fehlerhaften Teile bereiten, was soll´s. Jeder macht Fehler und eine schadhafte Sattelstütze ist schnell ausgetauscht. Auch wenn ich verstehen kann, dass ich selbst nicht spüren möchte, wie die Stütze abbricht.

Weg drei ist die Fahrt zum Fahrradhändler. Das kann auch der Großmarkt sein mit der Riesenauswahl, wo man gleich auf einer "Teststrecke" indoor eine Runde drehen kann. Besser ist es natürlich mit dem Rad auf die Straße zu kommen. Allerdings muss schon ernsthaftes Interesse bestehen, damit man auch das dritte Rad für eine Probefahrt ausgeliehen bekommt.

Ach ja, eine weitere Alternative fällt mir noch ein: Messen und Bikefestivals. Dort gibt es auch meist die Möglichkeit, wenigstens einen Teil der Räder auf einem Testparcour in- oder outdoor Probe zu fahren. Das ist sehr sinnvoll und spart viele Wege, weil man an einem Tag gleich viel verschiedenen Modelle in Augenschein nehmen kann.

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