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Gassi fahren mit dem Rad

Irgendwann muß jeder raus, der Hund und auch der Mensch. Bewegung tut beiden gut. Doch nicht jeder Halter hat auch immer Lust, hinter seinem Vierbeiner herzuhecheln. War­um also nicht das Fahrrad nehmen? Die flot­tere Fortbewegung macht vielen großen Hun­den Spaß. Doch wer die Hundeleine einfach ums Handgelenk wickelt und dann losstrampelt, kann sein blaues Wunder erleben. Meistens geht's gut, doch r­gendwann sieht der Rüde seine läufige Freundin und zerrt so mächtig an Herrchens oder Frauchens Hand, daß man das Gleichgewicht verliert. Im schlimmsten Fall endet die Fahrt dort, wo der kleine Vierbeiner sonst die er­ste Pause einlegt: am Baum.
 
Sicherer geht es mit einem Fahrradhalter für den Hund, dem "Springer" der gleich­namigen Firma. Die Idee kommt aus Norwegen und wird dort von der Poli­zei und dem Grenzschutz bei Hunde­streifen eingesetzt. Der Fahrradhalter besteht aus einem Rohrstück, das am Sattelrohr des Ra­des befestigt wird. Am anderen Ende wird eine Feder eingesteckt. Auf diese Weise kann kräftiges Ziehen und Rucken des Hundes verhindert wer­den. Über eine kurze Leine ist der Hund mit der Feder verbunden. Die Schnur ist deshalb so kurz, damit der Hund nicht zwischen oder in die Räder kommen kann.
 
Der sehr tiefe Schwer­punkt der Konstruktion bewirkt,  daß der Radler auch bei starkem Zerren nicht durch die Kraft des Tieres  vom Rad gerissen wird. Sollte allerdings doch mal ein Hin­dernis zwischen Radler und Hund kommen, so soll sich die Leine aus der Verankerung lösen. Ein Stück Plastik, Sicherheitsauslöser genannt, soll dann brechen und den Hund freigeben. Für die Montage des 1,6 Kilogramm schweren Halters sollte man sich Zeit nehmen. Die Aktion ist ziemlich fum­melig, weil sich Pedale und Halter in die Quere kommen können und es lan­ge dauert, bis man die richtige Einstel­lung gefunden hat. Leute mit großen Füßen können Probleme bekommen. Befestigt werden sollte die Leine nach den Empfehlungen des deutschen Ver­triebspartners, der Firma Kleinmetall, nicht am Halsband, sondern an einem Geschirr. So kann sich der Hund auch bei starkem Ziehen nicht verletzen.
 
Im Praxistest erwies sich der Hundehalter nach einer Einge­wöhnungszeit für Hund und Fahrer als problemlos und si­cher. Während die Montage Zeit beansprucht, ist die De­montage in wenigen Sekunden durchgeführt. Dabei bleibt die Klammerbefestigung am Sattelrohr, ähnlich wie bei Kindersitzen, ständig am Rad. So läßt sich der "Springer" auch schnell von links nach rechts oder umgekehrt ummontieren. Für Zweiträder gibt es eine zusätzliche Klammerbefestigung für 57 DM. Das Fahrrad mit Hund sollte man nur in einem guten Fahrradständer un­beaufsichtigt lassen. Auch für einen kleinen Hund ist es leicht, das Rad um­zuwerfen. Aber auch ohne Hund steht das Fahrrad, vor allem wenn man das Rohr auf der linken Seite montiert, nur noch sehr wackelig.

Abhilfe könnte ein Doppelbein- oder Hinterbauständer bringen. Ansonsten hinterließ der Hundefahrradhalter, den es sowohl in Fahr­rad- als auch Zoogeschäften für 114 DM gibt, einen durchdachten Ein­druck, wenn auch die chromgelbe Far­be gewöhnungsbedürftig ist.

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