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Infos zu einer Radreise durch Alaska und Yukon

Eine Radtour durch Alaska und Yukon ist keine Geschichte von einer oder zwei Wochen. Wer nach Alaska reist, sollte Zeit mitbringen, und ein gutes Rad und ein bißchen Erfahrung im Hinblick auf Zelten in der Wildnis und Radfahren abseits von durchorganisierten Strukturen. Alaska ist ein dünnbesiedeltes Land, dementsprechend lang sind die Passagen zwischen zwei Supermärkten. Insbesondere, wenn eine Tour Fairbanks nach Prudhoe Bay geplant ist, sollte man gut planen.

Wie kommt man hin? Wo kommt man meist an? 

Mit dem Flugzeug. Hub ist eindeutig die Hauptstadt Anchorage. Der Flughafen ist überschaubar. Vom Flughafen ist es kein Problem in die Innenstadt zu radeln. Der Campingplatz liegt citynah, aber ruhig. Anchorage bietet eine gute Möglichkeit, sich seine Ausrüstung für eine Tour zusammenzustellen. Die Stadt bietet gute Fahrrad- und Outdoorläden. Empfehlenswert ist beispielsweise der Laden von REI. 

Kaufen sollte man sich auf alle Fälle ein Pfefferspray (Mitnahme im Flugzeug strengstens verboten, zudem sind die Pfeffersprays in Europa weniger konzentriert). Zur guten Ausrüstung gehört aber auch eine Glocke, um von den Bären gehört zu werden. Ob man, wie ich, mit einem Bear-Resistant-Foodcontainer reist, muss jeder selbst entscheiden. Die Tonne ist nicht billig, wiegt rund 1,5 bis 2 Kilogramm und ist auch eher schwer auf dem Fahrrad anzubringen. Ich benutze sie weiterhin, auch auf meiner Tour durch Labrador, bisher hat sie noch kein Bär geknackt.

Wie sollte man die Touren planen?

Hängt vom Zeitbudget ab.

Ein mögliche Rundreise könnte von Anchorage nach Fairbanks führen, von dort wieder zurück auf dem Alaska-Highway nach Delta Junction oder Tok, und weiter nach Süden bis nach Valdez. Von dort die Fähre nach Sewart nehmen (unbedingt zu empfehlen) und von Seward zurück nach Anchorage.

Die kleine Runde ist aber auch schon eine Große:

Anchorage - Fairbanks (ohne Abstecher in den Denali-Nationalpark) rund 580 km

Fairbanks - Delta Junction  rund 160 km

Delta Junction - Tok rund 180 km

Tok - Valdez rund 400 km

Seward - Anchorage rund 200 km

macht zusammen:  rund 1500 km

 

Die Straßen in Alaska sind gut ausgebaut, die Hauptstraße sind asphaltiert, breit ausgebaut, dadurch aber auch ein bißchen langweilig. Nebenstraßen sind oft geschottert und interessanter. Leider gibt es nicht so viele Nebenstraße und wenn dann sind es oft Sackgassen (siehe Dalton Highway)

Welche Tour habe ich gemacht?

Ich bin von Anchorage zum Denali-Nationalpark geradelt (Parks Highway), dann in den Nationalpark (mit dem Rad erlaubt, alle anderen müssen den Bus nehmen). Von dort ein Stück zurück auf dem Parks Highway zur Kreuzung mit dem Denali Highway. Dieser einsame Weg fürhrt nach Osten nach Paxson. Von dort nach Norden nach Delta Junction, von Delta Junction über den Richardson Highway nach Fairbanks.

In Fairbanks große Pause auf dem guten Zeltplatz mitten in der Stadt. Proviant aufgefüllt, Flug organisiert, Infos zum Dalton Highway besorgt, und schon ging´s weiter über Elliot - und Dalton Highway nach Prudhoe Bay (Fairbanks - Prudhoe Bay one way ca. 814 km). Auf dieser Strecke nur zwei kleine Kaufmannsläden, beste Möglichkeit noch in Coldfoot. Aber sehr begrenzte Auswahl. Ich habe mir deshalb Footpackages per Post von Fairbanks nach Coldfoot schicken lassen. (Fairbanks - Coldfoot 420 km). Nächste Siedlung Prudhoe Bay, dazwischen nur Goldgräberdorf Wiseman (mit kleinem Laden, aber abseits der Hauptroute) und ein Hotel am Yukon-River. Wenn man von den Einkaufsmöglichkeiten für ein paar Dosen, Keksen, Cola etc. absieht, besteht keine Möglichkeit zwischen Fairbanks und Prudhoe Bay das Proviant wirklich richtig aufzufüllen.

In Prudhoe Bay darf man nicht zelten (Privatgelände), man muss ins Hotel gehen (aber das gönnt man sich gerne nach 814 km Wildnis. Von Prudhoe Bay kann man nach Fairbanks und Anchorage fliegen. Die ganzen Ölarbeiter nutzen diese Route.

Von Fairbanks ging es dann auf dem Alaska Highway nach Südosten bis nach Tok.  In Tok nahm ich den Taylor Highway nach Chicken und weiter über den Top of the World Highway nach Yukon (Kanada) bis in die nächste richtige Stadt (Dawson City), direkt am Yukon gelegen.   Von Dawson City dann über Asphalt auf dem Klondike Highway in Richtung Süden bis nach Whitehorse. 

Whitehorse könnte man als Ziel wählen. Von hier aus geht es per Linie oder Charter nach Deutschland. Meine Tour hatte hier ihren südlichsten Punkt.  Auf dem Alaska Highway ist deutlich mehr Verkehr. Orte wie Hains Junction und Beever Creek passiert man auf dem Weg zur Grenzübergangstelle. 

In Tok schloss sich der Kreis der Tour. Ziel war nun Valdez, auf dem Weg dorthin machte ich einen Abstecher nach McCarthy, dem verlassenen Goldgräberstädtchen, dass man auf einer ehemaligen Bahntrasse erreichen kann.   

Auch die Strecke nach Valdez ist eine Sackgasse, doch es gibt eine Fähre, die den Ort (und Ende der Alaska Pipeline) mit Seward verbindet. An Gletschern vorbei ist dies eine sehr lohnenswerte Fahrt.

Fast schon wie in der Zivilsation fühlt man sich in Seward. Von hier sind es noch 200 km bis nach Anchorage.

 

  • Eine Tour von Campingplatz zu Campingplatz ist nicht möglich. Man muss also zwischendurch wild Zelten. Es gibt viele Campingplätze, die unterhalten werden, ein paar Dollar kosten, aber über nicht viel mehr
  • Fahrradläden findet man Anchorage, Fairbanks, Whitehorse

 


 

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