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Reaktionen auf Pedelec-Test von ADAC & Stiftung Warentest - Stellungnahme ZIV

Der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) ist die Lobby-Vereinigung der Fahrradindustrie, in der zahlreiche Hersteller aber auch Zulieferer Mitglied sind. Der ZIV bemängelt in einer Stellungnahme vor allem die Intransparenz und von der Norm abweichenden Prüfverfahren:

"Gebrochene Lenker und Rahmen, schlechte Bremsen sowie elektrische Antriebssysteme, die elektromagnetische Strahlen aussenden, waren laut Stiftung Warentest für die schlechten Testergebnisse verantwortlich. Für den ZIV stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, warum die von der StiWa und dem ADAC ermittelten Schäden, nicht auch in der Praxis auftreten. Sowohl eine vom Einzelhandelsverband VDZ durchgeführte Blitzumfrage, wie auch die Ergebnisse der Diskussionen in der ZIV-Arbeitsgruppe „E-Bike“, die sich seit mehr als 10 Jahren mit dem Thema beschäftigt, zeigen, dass diese Schäden nach unserem Kenntnisstand in der Praxis keine Rolle spielen."

Kritisiert wird vor allem das Prüfverfahren und dass die Messwerte und Lastspielzahlen seitens der Stiftung Warentest nicht veröffentlicht werden. Ein Vorwurf, der immer wieder kommt. Angeblich gab es mal eine Einladung der Stiftung an die Hersteller, die Daten einzusehen. Die Einladung soll aber nicht konkret ausgesprochen worden sein, dass Betroffene die Zahlen einsehen können. Jedenfalls war dies der Stand 2012, als während der Vivavelo auch über dieses Thema diskutiert worden ist. 

Der ZIV kritisiert aber auch die negative Berichterstattung.

"Abgesehen von den Testgebnissen, ist nach Auffassung des ZIV die Art und der Wortlaut der Veröffentlichung als sehr negativ anzusehen. Es wird der Anschein erweckt, dass E-Bikes grundsätzlich gefährlich und unsicher seien. Dabei bleibt komplett unberücksichtigt, dass es Produkte gibt, die den Anforderungen der StiWa entsprochen haben. "

Stimmt, die Titelüberschrift lautet "E-Bikes mit Risiko" und der Artikel ist mit "Das Risiko fährt mit" überschrieben. Die Einleitung lautet: Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen: Räder für mehr als 2000 Euro machen im Test schlapp. Gleich 9 von 16 Elektrofahrrädern fallen durch. Nur 2 kommen gut ins Ziel."

Na ja, bei neun Mal "mangelhaft" und nur zwei mal "gut" ist es natürlich auch schwierig, zu jubeln. Der ZIV behauptet auch: "Eine Vielzahl an erfolgreichen E-Bike Modellen waren nicht Bestandteil der Prüfung". Stimmt, denn das lässt sich wohl weder belegen noch widerlegen. Während der Pressekonferenz auf die Auswahl angesprochen, hieß es, dies sei ein guter Querschnitt und spiegle den Markt wider. Da kann man natürlich immer anderer Meinung sein.

Das Problem: Die Kosten. "Allein die Prüfkosten betragen pro Fahrrad etwa 15.000 Euro", sagt Holger Brackemann, Bereichsleiter Untersuchungen bei der Stiftung Warentest. "Dazu kommen bis zu fünf von uns gekaufte Prüfmuster pro Modell, so dass pro Fahrrad Kosten von etwa 25.000 Euro angefallen sind. Bei 16 Rädern sind das etwa 400.000 Euro. Deshalb übrigens auch der Gemeinsschaftstest mit dem ADAC. 

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