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Gefedert für zwei: Probefahrt mit dem Joytrax Kinderanhänger

Joytrax Anhänger Foto: Alex KandtSich neu auf dem Markt zu positionieren ist nicht einfach, wenn der Markt doch bereits weitgehend aufgeteilt ist. Als Kinderanhängerhersteller muss man zudem noch gegen ein Platzproblem in den Läden kämpfen. Denn Kinderanhänger sind dort nicht unbedingt beliebt. Oft ist zu hören: zu wenig nachgefragt, nehmen sie doch zudem zu viel Platz weg. Wie also punkten?

Der neue Hersteller Joytrax aus Kanada bietet deshalb einen neuen Anhänger, der sich bei Bedarf ziemlich schmal macht und vor auch allem leicht und gefedert ist.

Joytrax Foto: HerstellerBeides widerspricht sich ja nicht, doch leider ist gefedert meist auch eher schwer. Der SE2 bietet immerhin 5,7 cm Federweg (mit fünf Einstellstufen) und er ist trotz dessen schnell und ziemlich klein zusammenfaltbar und mit knapp 12 Kilogramm Lebendgewicht auf vergleichsweise leicht. Wie das Zusammenklappen funktioniert, muss man am Anfang erst einmal üben. Die Gebrauchsanleitung ist da auch nicht so richtig hilfreich, zudem schlecht gedruckt, aber zum Glück gibt es bei Youtube vom Hersteller produzierte Videos.

Joytrax Anhänger Foto: Alex KandtDer Aufbau ist also für Profis schnell erledigt - Laien, die zuvor noch nie einen Anhänger benutzt haben, brauchen deutlich länger - wie unser Test zeigte. Das Anbringen der Deichsel ans Fahrrad sollte aber auch für Ungeübte kein großes Problem darstellen, denn dafür wird eine Stahlhülse an der Achse befestigt und dann die Deichsel dort mit einem Stift eingesetzt. An den vier ausprobierten Rädern hatten wir jedenfalls keine Probleme.

Beim Riechtest fielen die Räder unangenehm auf. Aber der Duft vergeht alsbald. Im Fahrgastraum riecht es dagegen fast wie einem Neuwagen. Produziert wird nach Öko-Tex 100-Standard. Bei Schadstoffen sind ja die Mütter und Väter besonders sensibel. Positiv fällt auf, dass auch bei einer Leerfahrt nichts klappert und der Anhänger problemlos hinter einem hergezogen wird. Der Joytrax bietet für zwei Kinder genügend Platz, doch leider gibt es nur einen ziemlich kleinen Gepäckraum. Der könnte leicht vergrößert werden (weil er sowieso nur durch Klettbänder eingehängt ist), wenn dies auch eventuell zulasten der Belüftung des Innenraums geht, denn die komplette Rückseite ist vorbildlich mit Gasen ausgestattet.

Joytrax Anhänger Foto: Alex KandtGase sind ja sehr wichtig, weil die Kinder sollen ja nicht in der Kiste einen Hitzeschock bekommen, aber auch vor fliegenden Mitbewohnern geschützt sein. Leider ist der Überzug ein wenig zu kurz geraten, zudem wird er nur an zwei Stellen mit einem kleinen Klettstück an den Rahmen befestigt. So verschiebt sich die Abdeckung immer während der Fahrt, sodass nicht ausgeschlossen werden, dass durch die Ritzen Biene Maja und auch Willi durchschlüpfen. Auf dem Stoff sitzt es sich angenehm, sagen jedenfalls unsere kleinen Probanden. Allerdings die Farbe hellgrau im Fußbereich zu wählen. Na ja, wird´s halt doch sehr schnell schmutzig. Für den Fußbereich wäre deshalb ein Kunstleder oder etwas anderes leicht Abwaschbares die bessere Wahl. Der Stoff selber scheint auch nicht so superrobust zu sein. Bereits nach wenigen Einsätzen zeigten sich erste Schleifspuren. Auf der Unterseite hätten wir uns im vorderen Bereich zwei Plastikstopper gewünscht. Diese würde nämlich das Verkratzen des Alurahmens beim Absetzen des Hängers vom Fahrrad verhindern. Wer 600 Euro für einen Hänger ausgibt, will ja auch möglichst lange ungetrübte Freude an dem Gefährt haben. Das ist ja wohl nicht anders als bei Neuwagenbesitzern.

Mitgeliefert wurde ein Regenverdeck, obwohl bereits serienmäßig eine leichte Folie integriert wurde. Zum Glück war das Wetter bei unseren Testfahrten immer gut und einen extra Regentest in der Waschbox wollten wir dem Probehänger dann auch nicht zumuten.

Klasse ist das kleine Packmaß, durch das der Hänger auch gut ins Auto passt. Das Gewicht liegt unter 12 Kilogramm, denn die nicht bestechliche Waage bei DHL zeigte dieses Gewicht inklusive Verpackung und Zubehör an. Für einen gefederten Anhänger für zwei Kinder ein klasse Wert.

Kritisieren gibt es deshalb eigentlich nur Kleinigkeiten, die schnell zu verbessern sind. Insbesondere die Gebrauchsanweisung, die von so schlechtem Druck ist, dass man glaubt, sie sei 1990 in China gedruckt worden. Wer etwas auf den Fotos erkennen möchte, sollte sich die identische Anleitung als pdf aus dem Internet holen.

Der Joytrax kostet 599 Euro und ist in ausgewählten Geschäften oder online über Joytraxeurope.com erhältlich.

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