Akku für Nabendynamo: Dahons Biologic ReeCharge im Test

Biologic heißt eine neue Marke der Firma Dahon. Das vielleicht auffälligste Produkt dieser neuen Reihe ist der ReeCharge, ein Akku für den Nabendynamo, mit dem man allerlei elektronische Geräte via USB aufladen kann. Wir haben ein Exemplar von der Berlin-Brandenburger Fahrradfillialkette "Das Radhaus" zur Verfügung gestellt bekommen und ihn getestet.

Die Firma Dahon ist vor allem für seine Falträder bekannt, und bereits vergangenes Jahr wurde auf der Fahrradmesse Eurobike ein Ladegerät für die Falträder präsentiert. Jetzt ist es auch als Zubehör im Fahrradhandel erhältlich. Was bekommt man für rund 70 Euro?

Zunächst einmal jede Menge Zubehör. Der Akku wird durch eine Silkonhülle vor Spritzwasser geschützt. Optisch leidet aber dadurch das Aussehen, des knapp 100 Gramm leichten Gerätes. Schön ist was anderes... Angebracht wird der ReeCharge mittels eines integrierten Gummis, so lässt er sich am Lenker und an Rahmen leicht anbringen (und auch entfernen). Zusätzlich gibt es einen Gummi, um ein Handy/GPS etc. am Lenker zu befestigen.

Im Gerät steckt ein 1600 mAh Lithium-Polymer-Akku. Geladen werden kann dieser mittels eines speziellen Kabels über einen Nabendynamo,  über ein (beiliegendes) Netzteil oder auch mittels USB über einen PC/Notebook. Die elektronischen Geräte werden dann per Kabel und Adapter (sechs Adapter sind im Lieferumfang enthalten) ans Gerät angeschlossen. Bei unserem Test funktionierte aber auch ein normales USB-Kabel. Allerdings nicht alle Geräte, die man über USB laden kann, können auch ohne weiteres angeschlossen werden.

Dahon weist in der Bedienungsanleitung darauf hin, dass ältere Nokia-Handys nicht aufgeladen werden können. Für das iPhone wird ein Adapter mitgeliefert. Allerdings braucht man dann das Apple Dock-Connector-auf-USB-Kabel.

Mit dem Nabendynamo wird der ReeCharge über ein spezielles Kabel verbunden. Ausgelegt ist die Verbindung insbesondere für Shimano-Nabendynamos. Wer einen SON besitzt, muss sich selber die entsprechenden Schuhe besorgen, sie liegen nicht bei. Das Kabel zwischen Dynamo und Ladegerät beinhaltet einen so genannten Leistungsregulator. Dadurch kann das Kabel schon mal an der Gabel stören, denn es muss mit Kabelbindern fixiert werden. 

Wie ist der Praxistest?

Der ReeCharge verfügt über drei Knöpfe. Aus der Stellung ist leider nicht ersichtlich, wann sie an- und wann sie abgeschaltet sind. Der linke Knopf ist die Charge-In-Taste. Diese muss unbedingt gedrückt werden, wenn man den ReeCharge aufladen möchte. Eine grüne LED an der Seite signalisiert den Ladevorgang. Was im Büro noch einwandfrei funktioniert und wo auch alles erkennbar ist, versagt bei Helligkeit und Sonnenschein völlig. Es ist nicht zu erkennen, welche Tasten gedrückt und damit freigeschaltet sind. Das ist auch deshalb kritisch, weil die rechte Taste für das Laden der elektronischen Geräte zuständig ist. Die Charge-Out-Taste muss zum Laden gedrückt sein (rote LED leuchtet), darf aber nicht auf Dauer freigeschaltet sein, weil ansonsten der Akku sich auch ohne Verbraucher leersaugt. Dies ist ein sehr großer Nachteil. Hier sollte unbedingt nachgebessert werden. 

Die mittlere Taste ist die Akku-Statustaste. Dies eine sinnvolle Idee, mittels drei weißer LEDs kann man ablesen, wie weit der Akku aufgeladen ist (3 LEDs leuchten, wenn der Akku zu mehr als 80 Prozent geladen ist). Die drei LEDs allerdings gleichzeitig als Sicherheitsleuchte zu bezeichnen ist ein schlechter Witz.

Welche Geräte lassen ich aufladen?

Kompatibel ist der ReeCharge laut Hersteller mit folgenden Geräten:

-Apple iPhone 2G/3G/3Gs, iPod touch, iPod nano, iPod 5th generation, iPod classic, iPod video,

-die meisten neuen Nokia-Handys (ältere werden nicht unterstützt), Sony Ericsson, Motorola, BlackBerry, iRiver, Garmin GPS, TomTom, neuere Samsung Handys, einige Digitalkameras

-viele Geräte, die sich mittels USB-Buchse aufladen lassen

Technische Angaben:

Höhe:85 mm / Breite: 60mm / Tiefe 30 mm, Gewicht 90 g

Eingangsstrom weniger als 1 A und 5V max

Minimale Betriebsgeschwindigkeit: 15 km/h bei einem 20-Zoll-Rad, im Test begann der Ladevorgang bei einem 26-Zoll-Rad bereits bei 5 km/h

Unser Fazit:

Gutes Gerät, durch Silkonhülle auch unter schlechten Wetterbedingungen benutzbar. Sehr leicht und klein. Optisch kein Hingucker, Schwächen bei den Tastenfunktionen, insbesondere, dass sich der Akku selbst entlädt, wenn man vergißt die Taste auszuschalten, ist ärgerlich. Gut: Umfangreiches Zubehör und Adapter liegt bei. Die deutsche Gebrauchsanweisung ist verständlich geschrieben.

Tip: Beim Kauf darauf achten, dass es sich nicht um die OEM-Packung handelt, diese enthält nämlich nicht das Netzteil.

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