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Rund 400 Premieren auf der diesjährigen Eurobike

1100 Aussteller aus 42 Nationen präsentieren sich auf der diesjährigen Eurobike, der wohl größten Fahrradmesse weltweit. Und bereits einen Tag vor Messebeginn beim Eurobike Demoday im beschaulichen Örtchen Ratzenried sah man an allen Ecken E-Bikes. E-Bike und die elektronische Verzahnung von Schaltungen, das scheinen die beiden wichtigten Trends der Eurobike 2011 zu sein, die heute gestartet ist und bis Fr rund 40.000 Fachbesucher erwartet. Der Normalradler ist dann am Samstageingeladen, sich rund 300 Premieren anzuschauen. Ein kleiner Messerundgang.

Darunter zum Beispiel das neue Bremslicht von Busch & Müller BreakTec. Die Rückleuchte reagiert auf die Pulsfrequenz von Nabendynamos und steuert daraufhin das LED-Warnlicht in der Rückleuchte.
Einen Bremskraftverstärker hat dagegen die Tübinger Firma BrakeForceOne entwickelt. In die Bremszange ist der Bremskraftverstärker integriert worden, so man auch mit einem Finger volle Bremskraft erreicht.
Ebenfalls neu ist eine Weiterentwicklung der stufenlosen Schaltung Nuvinci. NuVinci Harmony ist eine geniale Neuentwicklung, ist es doch nunmehr möglich stufenlos und vollautomatisch zu schalten. Der erste Fahreindruck: genial.
Auch elektronisch geschaltet wird bei der neuen Ultegra DI-2 von Shimano. Die Ultegra ist eine leicht abgespeckte Variante der Dure Ace-Elektronikschaltung, ein bißchen schwerer, ein bißchen weniger Carbon, dafür aber auch deutlich im Preis gesenkt, so dass vielleicht auch der allgemeine Rennradfahrer nun eventuell doch überlegt, auf die Elektronik zu setzen.
Der erste Fahreindruck war jedenfalls überzeugend.
Weiterhin ein sehr großes Thema auf der Eurobike sind natürlich E-Bikes. Von den in diesem Jahr erwarteten 300.000 Elektrofahrrädern wird ein nicht kleiner Anteil mit dem Bosch-Elektromotor ausgestattet sein. Bosch hat sich erst recht spät überlegt, ins E-Bike-Geschäft einzusteigen, und zeigt auf der Messe bereits eine verbesserte Variante, den Bosch 45 High-Performance-Motor mit 350 Watt. Als einer der ersten Hersteller setzt diesen Motor die Firma Riese und Müller bei den Culture, Delite und Homage-Rädern ein. Ein erster Fahreindruck mit dem Homage: Rasante Beschleunigung, wenig Geräusche, fast ständig fährt man im Speed-Modus um die 40 km/h.
Eine völlig neue Variante des Antriebs zeigt die ungarische Firma Stringbike. Der gleichnamige Antrieb setzt auf eine Seilkonstruktion, die vereinfacht ausgedrückt, am Hinterrad in einer Art Pendelbewegung gespannt und gelockert werden. Eingesetzt werden spezielle Seile, die sonst im Segelsport zum Einsatz kommen.
Neue Antriebe haben es ja immer schwer, aber die NuVinci zeigt ja, dass sich auch eine neue Schaltung durchsetzen kann. Erste Räder waren jedenfalls auf der Messe für eine Probefahrt bereit. Der Fahreindruck: gewöhnungsbedürfigt, aber nicht uninteressant. Die Frage ist, ob es Hersteller gibt, die diesen Antrieb einsetzen, denn dafür müssen neue Rahmen konstruiert werden.
AGT ist eine neue Automatikschaltung für E-Bikes. AGT steht für automatic gear transmission. Die neue 7-Gang-Technologie der Firma JD wird bereits bei einigen Herstellern in den 2012er-Elektrorädern eingesetzt (z.B. Hercules und Winora).
Ebenfalls mit einem Elektroantrieb ausgestattet ist der Sesseldreirad von Haase. Das Klimax 5 K ist ein E-Bike mit bis zu 45 km/h Untersützung. Durch den sehr praktischen Regenschutz wird daraus ein windschnittiges Gefährt, das auch optisch viel hergibt.
Neue E-Bikes gibt es auch von Smart, die damit auch auf den E-Bike-Zug aufspringen. Das e-Jalpoy dagegen stammt dagegen vom Schweizer Hersteller MTB Cycletech in Zusammenarbeit mit dems Massachusetts Institute of Technology (MIT). Es setzt auf die Greenwheel-Technolgie, bei er Elektromotor, Akku und Motorsteuerung in die Hinterradnabe integriert wurden.
Die 29ers sind neben den E-Bikes der zweite Trend. Ob die Mountainbikes mit den 28-Zoll-Rädern (die aufgrund der großen Reifen auf 29-Zoll kommen), sich auch wirklich durchsetzen, bleibt abzuwarten. Jedenfalls kontert Koga mit einer 29-Zoll-Variante seines Word-Traveller-Reiserades. Es scheint also erst der Anfang einer neuen typenübergreifenen Gattung zu sein.

Fast jedes Jahr auf der Eurobike gab es auch immer ein neues Ladegerät für den Nabendynmo zu bestaunen, dieses Jahr haben wir aber nur eine Premiere entdeckt. NC-17 richtet sich zwar vor allem mit seinen Produkten an iPhone-Besitzer, doch das Dynamoladegerät Pedal Power kann auch viele andere elektronische Geräte aufladen. Eingebaut ist ein Batteriepuffer mit 2200 mAH, der zudem austauschbar ist. Darüber hinaus gibt es einen Zusatzakku, der unterhalb eines wasserdichten Cases fürs iPhone am Lenker angebracht werden kann und zusätzliche 2300 mAH liefert.

Bleiben wir noch im Zubehörbereich. Die taiwanesische Firma Wellgo zeigerte ein Pedal, welches sich mit einem schnellen Handgriff entfernen lässt und dann als Speichenschloss in eine spezielle Halterung gesetzt wird.

Ein sehr innovativen Sattel bietet die Firma Dimar an. Der Un Saddle sieht auf den ersten Blick sehr merkwürdig aus. Da fehlt doch die vordere Nase? Aber das ist gewollt, wie auch die sich leicht nach rechts und links drehende Sattelstütze. Ein Kollege, der bereits das neue Modell fahren konnte, war begeistert, meinte aber auch, es sei auf den ersten Kilometern sehr gewöhnungsbedürftig, weil glaube, der Lenker sei locker.

Weniger Überzeugungskunst braucht Pat Maguire aus Neuseeland. Der Neuseeländer hat einen Gepäckträger entwickelt, den man sowohl als Low- und Highrider, wie auch für eine Federgabel benutzen kann. Der Freeload TR-1 wiegt 960 Gramm und soll 25 Kilogramm tragen. Der Clou, der Gepäckträger wird mit Gurten am Rahmen festgezogen. Lediglich einen Inbusschlüssel braucht man für die Montage.

Im Zubehörmarkt noch relativ neu ist die kanadische Firma Pinnhead. Sie bieten Einzelverschlusssysteme für Schnellspanner, Sattelspanner und Ahead-Sets. Produktionsfrisch sind Systeme für ganz normale Schrauben der Größen M9 und M10. Besonders interessant ist ein Paket mit einem Bügelschloss. Das Bubble Lock soll aufgrund des verstecketen Schlossmechanismus besonders sicher sein (Pickerung ist nicht möglich). Alle Schlösser können übrigens mit einem Schlüssel geschlossen werden. Einen extra Schlüssel, wie beispielsweise beim Pitlock-System ist dann nicht mehr nötig. 500 Schlüsselvarianten gibt es.

Beindruckend waren auch die aus Bambus, Carbon oder Aluminium hergestellten Räder von Bamboo-Bikes. Insbesondere der Gepäckträger aus Bambusrohren hergestellt ist ein echter Hingucker.

Sehr gelungen vom Design sind auch die Falträder der neuen Firma Tern. Die Asiaten setzen nicht wie viele aus der Region auf Lowbudget sondern auch Design. Gestartet wird mit einer umfangreichen Palette an Rädern, die bis zu 24-Zollrädern reichen.

Auch noch relativ neu ist das niederländische Famlienunternehmen Van Nicholas. Ihr Markenzeichen: alle Rahmen sind aus Titan hergestellt. Die Rahmen, die man auch als Sonderanfertigung anfertigen lassen kann, kosten ab 1000 Euro. Online kann man sich dann auch sein Wunschrad konfigurieren. Auch Rohloff-Nabenanhänger werden bedient.

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