Neue E-Bike-Studien von VW und Lexus
Fahrrädern von Autofirmen sind nichts Neues. Immer wieder berichten wir über deren Studien und Ideen oder auch über marktfertige Produkte. Doch bleibt meist ein merkwürdiger Beigeschmack, ob es nicht vielleicht nur darum geht, sich einen grünen Anstrich zu verpassen. So auch bei den neuesten E-Bike-Studien von Lexus und VW.
Aus Marketinggründen ist es natürlich eine gute Idee auf E-Bikes zu setzen, schließlich sind sie im Trend und Motorjournalisten, die sonst nie in ihren Magazinen und Tageszeitungen über Fahrräder berichten, springen gerne auf den Zug auf. Doch was bringen sie, die neue Räder der Autofirmen?
Lexus stellte jüngst ein E-Bike vor, übrigens am Rande der Präsentation als Sponsor für das erste Charity-Fahrradrennen "Great British Bike Ride", das über vier Tage durch Großbritannien geht. Das Lexus besitzt einen Carbonrahmen, 20-Zollräder, eine Acht-Gang-Schaltung von Shimano und natürlich einen Elektromotor, der in der Nabe steckt. In der Vorderradnabe allerdings. Dort leistet er 240 Watt und zwar nur, wenn getreten wird, weshalb das Rad zumindestens für Deutschland in den Bereich der Pedelecs fällt. Angetrieben wird es also insbesondere durch Muskelkraft, die durch einen Keilriemen aufs Getriebe übersetzt wird.
Der Ltihium-Ionen-Akku wurde in den Rahmen integriert, wie lange der Akku Unterstützung liefert ist nicht bekannt. Das Rad soll nur 17 Kilogramm wiegen. Das allerdings die Japaner rund um Toyota irgendwie wenig Ahnung vom Fahrradbau haben, merkt man im Detail: Wie kann man ein Rad konstruieren, bei dem man nicht die Sattelhöhe einstellen kann? Wer bitte soll denn solche ein Fahrrad kaufen?
E-Bike von Volkswagen
Auch Volkswagen hat jüngst auf der Automesse "Auto China" in Peking einen E-Bike-Prototyp vorgestellt. Ob es nicht viel mehr als ein Eyecatcher war, und in einem Atemzug mit den hübschen Mädels zu nennen ist, die immer die Autos schmücken, bleibt abzuwarten. Doch trotz des faden Beigeschmacks gibt es ein paar interessante Ideen an dieser Studie. Die Idee der Ingenieure war es nämlich, ein Rad zu bauen, welches im Kofferraum verstaut werden kann. Okay, nicht wirklich neu, die Idee hatten vorher schon viele. Aber VWs e-bik.e (ja so schreibt man das wirklich so) ist so klein zusammenpackbar, dass es in die Kuhle für das Reserverad passen soll.
Es ist auch ein klassisches E-Bike, also saust auch ohne zusätzliches Treten durch die Gegend. Die Reichweite ist arg begrenzt. Maximal 24 Kilometer kommt man weit, bei auch etwa 24 km/h. Aber: wieder ins Auto verpackt kann das Rad über den Zigarettenanzünder aufgeladen werden. Aber ob das Rad jemals gebaut werden wird? Volkswagen-Betriebsratschef Bernd Osterloh jedenfalls sagte dazu der "Stuttgarter Zeitung", er könne sich durchaus vorstellen, dass VW künftig ein batteriebetriebenes Elektrofahrrad herstelle, das zerlegt und in die Reserveradmulde gelegt werden könne. Mit solch neuen Geschäftsfeldern könnte man Arbeitsplätze in Deutschland sichern.





