Unsere Webmagazine

Elektroradtest.de - Der neue Ratgeber für E-Bikes & Pedelecs
Das Reiseradio - Audioreportagen und Interviews
Holidayjournal.de - Magazin für warme und kalte Reisen
Der komplette Reiseführer für Island
Bytetest.de - Der Internet- & Computerratgeber
Anzeige

Drei Punkte in Flensburg: Schnelle E-Bikes brauchen Mindestprofil

Der Boom der Elektrofahrräder bringt auch so manche bürokratische Regelung ans Tageslicht. Denn die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fordert bei Reifen an schnellen E-Bikes eine Mindestprofiltiefe. Auf diese wenig bekannte Vorschrift weist der Fahrradclub ADFC hin.

Demnach müssen Fahrräder, die mit Versicherungskennzeichen unterwegs sind, beim Reifen eine Profiltiefe von mindestens einen Millimeter aufweisen. Nur Fahrräder ohne Motor und Pedelecs kommen mit weniger Profil oder sogar mit profillosen Reifen aus.

Nach § 36 Abs. 2 der StVZO müssen "Luftreifen von Kraftfahrzeugen" mit Profilrillen versehen sein. Pedelecs gelten nicht als Kraftfahrzeuge, sondern als Fahrräder. Der Grund: ihr Elektromotor leistet nur maximal 250 Watt, und zwar nur beim Mittreten bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h. Fährt man schneller schaltet er sich ab.


Alles, was darüber hinausgeht, ist nach der StVZO ein Kraftfahrzeug, teilte der ADFC mit. Das beträfe E-Bikes mit 20 km/h Höchstgeschwindigkeit ohne Tretunterstützung und die schnellen E-Bikes, die erst bei 45 km/h abregeln. Sie leisten bis zu 500 Watt und haben eine Betriebserlaubnis als Leichtmofa oder Kleinkraftrad sowie ein Versicherungskennzeichen. Ihre Reifen müssen eine Profiltiefe von mindestens einem Millimeter aufweisen.

"Solche Elektrofahrräder werden von den Herstellern mit Fahrradreifen ausgeliefert, die schon im Neuzustand weniger oder kaum mehr als einen Millimiter mm Profil haben", berichtet der ADFC-Bundesvorsitzende Karsten Hübener. „Die Gutachter und die Straßenverkehrsbehörden der Länder achten offenbar nicht darauf, ob die Reifen von schnellen Elektroräder den gesetzlichen Anforderungen an die Profiltiefe entsprechen. Die Rechtslage ist an sich eindeutig, aber nicht praxistauglich.“

Durch die normale Abnutzung wird die zulässige Mindestprofiltiefe bald unterschritten – und dann kann es für die Fahrer bei einer Kontrolle teuer werden. Zur Mängelkarte der Polizei kommt ein Bußgeld hinzu, das nur bei Mofas 25 Euro beträgt. Die schnellen E-Bikes sind aber keine Leichtmofa, sondern Kleinkrafträder der Klasse L1e. Ein Verstoß gegen die Profilvorschrift kostet bei solchen Kfz 50 Euro und bringt zusätzlich drei Punkte im Flensburger Verkehrszentralregister mit sich.

Der ADFC hat das Bundesverkehrsministerium aufgefordert, die bestehenden Vorschriften anzupassen, um eine sachgerechte Behandlung der immer zahlreicheren Elektrofahrräder zu erreichen.

 

Infobroschüre des ADFC über Elektrofahrräder zum Herunterladen

 

Ähnliche Beiträge

Fahrradtest.de - Ein Projekt der Journalia Kommunikation Multimediaagentur

Fahrradtest.de ist optimiert für Firefox, Chrome, Opera & Safari. Benutzer von IE8 sollten ihren Browser updaten.

Copyright © 2016. Alle Rechte vorbehalten.