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Verkehrsclub VCD gibt Tipps zu Elektrofahrräder

Fahrradfahren ist gesund, preisgünstig und umweltverträglich, zudem ist man mit dem Fahrrad oft eher am Ziel, darauf weist der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) hin. "Mit einem herkömmlichen Rad in der Stadt ist man auf einer Strecke bis zu fünf Kilometern von Tür zu Tür schneller als ein Auto, welches gerade auf Kurzstrecken viel Sprit verbraucht − hochgerechnet bis zu 30 Liter je 100 km."

Mit einem Elektrofahrrad verlängere sich diese Strecke sogar auf neun Kilometer. Diese auch Pedelecs genannten Fahrräder haben einen Elektromotor, der die Tretkraft des Fahrers unterstützt. Steigungen, lange Strecken und Gegenwind sind damit auch für weniger sportliche Fahrer kein Problem mehr. Für ältere oder körperlich eingeschränkte Menschen bieten sie neue Möglichkeiten der Mobilität. Doch auch beim Einkaufen, auf dem Weg zu Arbeit oder wenn man mit Kindern unterwegs ist, kommt die Unterstützung durch den Motor wie gerufen: Mit dem Pedelec lassen sich viele Wege schneller und entspannter zurücklegen.

Der Elektromotor des Rades setzt ein, sobald man in die Pedale tritt. Die gewünschte Unterstützung kann dann stufenweise gewählt werden, ehe sich der Motor bei 25km/h automatisch abschaltet. Mit einer Akkuladung sind Reichweiten bis zu 60 Kilometern möglich. Aber auch ohne Motorunterstützung kann das Rad problemlos gefahren werden. Der Motor des Pedelecs kann sich in der Nabe des Vorderrades, des Hinterrades oder in der Nähe des Tretlagers befinden. Wer Wert auf eine Rücktrittbremse legt, greift zum Elektrorad mit  Vordernabenantrieb. Der VCD empfiehlt, die unterschiedlichen Antriebsarten bei einer Probefahrt auszuprobieren. Es ist ratsam, das Rad auch einmal ohne Motorunterstützung zu fahren, um zu sehen, wie es sich mit leerem Akku radelt. Mit durchschnittlich 25 Kilogramm sind Elektrofahrräder recht schwer, daher ist es sinnvoll, das Rad vor dem Kauf auch einmal anzuheben.

Die in Elektrorädern vorwiegend eingesetzten Lithium-Ionen-Akkus können bis zu 1000 Mal aufgeladen werden. In der Regel werden sie vom Rad abgenommen und über ein Ladegerät aufgeladen. Da die Akkus auch in ungenutztem Zustand altern, ist eine Lebensdauer von drei bis fünf Jahren realistisch. Der VCD rät, sich beim Hersteller zu erkundigen, wie lange er die Verfügbarkeit von Ersatzakkus garantiert, und sich diese Garantiebedingungen schriftlich bestätigen zu lassen.

Die Preisspanne bei Elektrofahrrädern reicht von 800 bis 4000 Euro. Ein qualitativ gutes Rad ist nach Einschätzung der VCD-Experten ab etwa 1500 Euro zu haben. Die Kosten für einen weiteren Akku liegen zwischen 400 und 1000 Euro. Die begrenzte Lebensdauer des Akkus sollte beim Kauf eines Pedelecs bedacht werden.

Ein Elektrorad verbraucht etwas über eine Kilowattstunde Strom je 100 Kilometer, die Ladekosten liegen bei etwa 20 Cent pro Kilowattstunde. Um Pedelecs wirklich klimabewusst zu nutzen, sollte der Akku nur mit Strom aus regenerativen Energiequellen geladen werden. Ansonsten fallen je nach Strom-Mix vier bis 14 Gramm CO2 je Kilometer an. Zum Vergleich: Als Autofahrer verursacht man durchschnittlich 140 Gramm CO2 pro Kilometer. Am klimafreundlichsten bleibt aber in jedem Fall das reguläre Fahrrad ganz ohne Motor. Der ADFC-NRW hat zudem berechnet, dass die Akkuverschleißkosten bei etwa 50 Cent proVolladung liegen. Drei bis vier Stunden braucht man um den Akku wieder voll aufzuladen, nach etwas
mehr als 1er Stunde ist der Akku halb voll.
Persönliche Beratung rund um Fahrräder und Pedelecs bieten Experten des VCD im Rahmen der Verbraucherkampagne »für mich. für dich. fürs klima« unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 / 20 30 900 montags, mittwochs und freitags 9.00 - 15.00 Uhr sowie dienstags und donnerstags 13.00 - 18.00 Uhr.
 
(mit Material vom VCD)

 

 

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