Unsere Webmagazine

Elektroradtest.de - Der neue Ratgeber für E-Bikes & Pedelecs
Das Reiseradio - Audioreportagen und Interviews
Holidayjournal.de - Magazin für warme und kalte Reisen
Der komplette Reiseführer für Island
Bytetest.de - Der Internet- & Computerratgeber
Anzeige

Typenkunde Elektrofahrräder

Als ernsthafte Mobilitätsalternative wahrgenommen zu werden, ist dem Fahrrad immer schwer gemacht worden. Radfahren im Urlaub und als Sport ist eine Sache. Wenn es darum geht, die Wege des Alltages zurückzulegen, machen die meisten Radler einen Rückzieher. Es kommen Klischees wie das vom Arme-Leute-Fahrzeug zum Tragen – plötzlich ist Radfahren wieder unbequem und darüber hinaus auch noch gefährlich! Auch die Fortschritte der Fahrradtechnik konnten an solchen Einstellungen nicht viel ändern.

Nun könnte ausgerechnet ein Radtyp für neues Denken sorgen, der mit dem Prinzip der Fortbewegung durch Muskelkraft bricht: Das E-Bike präsentiert sich als Lösungsmodell für alle, die souveräner Rad fahren wollen – will heißen, frisch und unverschwitzt im Büro anzukommen und dennoch nicht auf das Fahrrad zu verzichten, oder auch mal etwas schneller zu fahren, ohne dass dazu ein riesiger Trainingsaufwand nötig wäre.
Doch man könnte meinen, die Industrie hätte jahrelang an der angepeilten Zielgruppe vorbeiproduziert. Denn immer noch schlagen sich E-Bikes mit dem Image des Versehrtenfahrzeugs herum, das man nutzt, weil es eben nicht anders geht, und nicht, weil es überlegenen Fahrspaß bietet. Erst seit ein, zwei Jahren hat sich das geändert. Immer mehr Hersteller bieten sportlich orientierte Modelle statt bräsiger Tourenbikes an, innovative Radfirmen steigen auf den Zug auf und denken das Thema E-Bike völlig neu. Nicht zuletzt darauf ist zurückzuführen, dass der E-Bike-Markt in den letzten Jahren förmlich explodiert ist: von deutschlandweit verkauften 25.000 Stück im Jahr 2005 auf 65.000 im Jahr 2007 und geschätzten 80.000-100.000 im Jahr 2008.
Zur Systematik: Die Gattung des E-Bike umfasst zwei Spezies, die des (Vorsicht, Verwirrung:) E-Bike und die des Pedelec. Dazu kommen noch ein, zwei Unterarten.Der Pressedienst Fahrrad klärt auf:
 
1. E-Bike
Ein E-Bike im engeren Sinne ist ein Fahrrad mit elektrischem Zusatzantrieb, der unabhängig davon funktioniert, ob getreten wird oder nicht. Der Elektroantrieb wird in der Regel über einen Drehgriff geregelt. Je nach Leistungsabgabe und Geschwindigkeit sind E-Bikes versicherungspflichtig (Mofakennzeichen) und der Fahrer benötigt einen Mofaführerschein (bzw. älteren Autoführerschein), eine Helmpflicht gibt es jedoch nicht. Auf dem Fahrradmarkt hat das E-Bike weitgehend an Bedeutung verloren; zu finden sind solche Räder am ehesten im Baumarkt.

2. Pedelec

Schätzungen des E-Bike-Interessenverbandes ExtraEnergy zufolge ist dies die weitaus verbreitetere Variante. Bei diesem Typ funktioniert der in den Rahmen oder die Radnabe integrierte Zusatzantrieb nur im Zusammenspiel mit der Tretleistung des Fahrers. Eine elektronische Steuerung sorgt dafür, dass der Motor zwischen 25 und 200 Prozent der Vortriebsenergie abliefert, die die Beine des Radlers erzeugen. Zulassungsfreie Pedelecs riegeln bei 25 km/h ab, das heißt, ab diesem Tempo schaltet sich der Motor ab (z. B. Flyer C-Serie, 26 Zoll, drei Unterstützungsmodi). Die sportlicheren Modelle der sogenannten offenen Klasse schieben auch bei höheren Geschwindigkeiten weiter an – mit maximal 250 Watt, deutlich mehr als der Durchschnittsleistung eines normalen Radlers (z. B. Flyer S-Serie, ab 1.990 Euro, Spezial-Sportmotor mit verstärktem Getriebe, ab 3490 Euro). Solche Pedelecs sind Zulassungs- und Versicherungspflichtig wie ein Mofa, was einen großen Vorteil bietet: „Wer für rund 100 Euro ein Versicherungskennzeichen mit Kaskoschutz erwirbt, kann gegen einen kleinen Aufpreis das Pedelec auch gegen Diebstahl versichern. Dies ist eine sehr kostengünstige Diebstahlversicherung“, erklärt Kurt Schär vom schweizerischen Anbieter Flyer (www.flyer.ch).

3. Nachrüstantriebe

Beim richtigen Pedelec ist alles auf den Zusatzantrieb abgestimmt; spezielle Rahmen kommen zum Einsatz, die Motor und Akku optimal integrieren. Mancher Hersteller, der auf die Konzeption einer eigenen Pedelec-Linie verzichtet, bietet Umbauten seiner Standardmodelle an. Dabei wird in der Regel ein problemlos nachrüstbarer Radnabenantrieb verwendet; der Akku wandert in eine am Gepäckträger angebrachte Packtasche oder Halterung.

Fahrradtest.de - Ein Projekt der Journalia Kommunikation Multimediaagentur

Fahrradtest.de ist optimiert für Firefox, Chrome, Opera & Safari. Benutzer von IE8 sollten ihren Browser updaten.

Copyright © 2016. Alle Rechte vorbehalten.