Tachoübersicht: Mama, wie weit ist es noch?Wir stellen uns mal folgende Szene vor: Eine junge Frau namens Gretel fährt auf einem Fahrrad durch den Wald: „Eigentlich müssten wir schon längst da sein! 30 Kilometer können doch nicht so weit sein“. Auf einmal ein greller Blitz. Ein Engel erscheint im Rauch. Es ist der aus Film, Funk und Fernsehen bekannte Tachoengel "Milestone". Milestone reicht dem verdutzten Paar einen Fahrradcomputer und sagt mit einem kräftigen Hall in der Stimme: „Mit einem Kilometerzähler wärt ihr schon längst am Ziel, denn ihr seid am Knusperhäuschen vorbei gefahren. Ha, ha, ha!“ So könnte ein - gewiss eher schlechter - Werbespot für Fahrradcomputer aussehen. Warum der Fahrradcomputer immer noch nicht zur serienmäßigen Fahrradausstattung gehört, bleibt das Geheimnis der Fahrradindustrie. Sicherlich viele fahren ihr ganzes Leben lang ohne Tacho und haben ihn auch noch nicht vermißt. Es gibt auch keine Geschwindigkeitsbegrenzung für Radfahrer, so daß man auch nicht wissen muß, ob man in der Tempo 30-Zone zu schnell unterwegs ist. Trotzdem schwören nicht nur Tourenradler auf den kleinen elektronischen Helfer. Ohne meinen Tacho wüßte ich nicht, daß mein Höchstgeschwindigkeitsrekord bei 74,8 km/h liegt, daß die längste Tagesstrecke an einem Stück 225 km betrug und mein letztes Rad schon wieder 17000 Kilometer gelaufen ist. Wer wissen will, wie lange die Kette gehalten hat, wann die nächste Wartung durchgeführt werden sollte, muß entweder Buch führen über die zurückgelegten Kilometer, oder aber mit der Rechnerei einen Tacho beauftragen. Früher gab es noch analoge Kilometerzähler, die wirklich nicht mehr konnten, als ungefähr die Entfernung zu zählen. Die mechanischen Zählwerke wurden an der Vordergabel angebracht und mit jeder Umdrehung des Rades weitergedreht, was man auch immer am „Klick“ hörte. Die heute Generation funktioniert vollautomatisch mittels Magnetfeldern und Elektronik. Doch die Idee ist die Gleiche: Mit jeder Radumdrehung wird ein Impuls an den Zentralcomputer am Lenker gesendet, der daraus alles mögliche errechnen kann. Ohne Computer ginge uns so manches verloren. Durchschnittgeschwindigkeit, Höchstgeschwindigkeit, Kilometerleistung am Tag oder im Jahr. Aber auch Infos wie die kälteste Temperatur, der höchste Punkt, die mittlere Kurbelumdrehung kann heute ein Tacho ausspucken. Doch so ein Tacho kann auch zur Motivationsfalle werden. Wer ständig aufs Display starrt und förmlich darauf wartet, daß die Tageskilometerangabe wächst, wird wenig Freude mit dem kleinen Gerät haben. Natürlich können die Fahrradcomputer von heute mehr als nur die Strecke zählen. Gesamtkilometerzahl, Tageskilometer, und Momentangeschwindigkeit ist die Grundausstattung, die den meisten auch reichen wird, was mittlerweile auch die Industrie erkannt, weshalb zunehmend auch wieder sehr einfach zu bedienende Tachometer angeboten werden, bei denen man alles im Blick hat und auch keine Taste kaputtgehen kann. Die komplexe Infozentrale verfügt über Computeranschluss und stellt die Tagestour auch grafisch dar. Der Höhenmesser ist ganz nett, allerdings auch sehr ungenau, weil er barometrisch funktioniert. Die Temperaturmessung ist da schon genauer, wobei bei meinem Cyclosport der Tacho notorisch immer 2 Grad zuviel anzeigt. Die meisten Tachos heute werden mit einer Funkübertragung ausgeliefert. Das ist sehr praktisch, weil man keine Kabel mehr von Vorradnabe zum Lenker ziehen muss. Das kann aber auch sehr nervend sein, wenn nämlich die Funkstrecke gestört wird. Meist ist nämlich Sichtkontakt notwendig, und der ist nicht immer gegeben. Wer auf Reisen geht, hat oft oben eine Lenkertasche und unten zwei Lowirdertaschen zu hängen. Grund genug für den Tacho zu streiken. Also doch lieber das gute alte Kabel, das ist auch gegenüber anderen Funkquellen komplett immun.
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Aktualisiert (Freitag, 10. Juli 2009) |
GPS für RadfahrerAls jüngst die Stiftung Warentest GPS-Geräte für Radfahrer getestet hat, war klar: Der Durchbruch für diese Technik steht bevor. Noch ist es aber ein Nischenprodukt, noch krankt das System vor allem an der unzureichenden Stromversorgung. Auch die Kompatibilität einzelner Systeme lässt doch sehr zu wünschen übrig. Welche Karte passt zu welchem Gerät? Die Unübersichtlichkeit verführt nun nicht gerade zum Kauf. Das passende GPS zu finden ist nicht einfach, der Kauf ist beratungsintensiv.
Wie sieht die perfekte Radhose aus?
Radfahren soll ja gewisse Körperpartien, besonders im hinteren Bereich wohlformen. Damit man das Ergebnis dann auch bewundern kann, steckt so mancher seinen Allerwertesten beim Biken in eine knappe Radhose, könnte man denken. Doch nicht jeder und vor allem auch jede steht auch auf dieses meist auch noch glänzende Beinkleid. Im manchen Situationen ist das Radleroutfit weniger gefragt. Trotzdem sollte man auf längeren Touren stets spezielle Radbekleidung anziehen, nicht um aufzufallen, sondern um schmerzfrei das Ziel zu erreichen. Die flatternde Jogginghose oder gar Jeans stört beim Radeln nicht nur aufgrund des Schlags, der die Kette berühren kann. „Baumwolle hat am Bikerkörper nichts verloren“, sagt Jürgen Schatz von der Radsportbekleidungsfirma Gonso. Bemerkenswerte Neuigkeiten rund um die RadhoseBei einer Radhose ist heutzutage ein Fleecestoff die Standardeinlage. Die Namen und Herstellungsverfahren unterscheiden je nach Anbieter. Descente nennt es beispielsweise „Airstripe“ und Gore Bike Wear „Monolith“. Luftpumpen: Auch die Kleinen machen ordentlich Druck
Mancher könnte deswegen immer wieder in die Luft gehen, wenn selbige plötzlich unter einem entweicht. Der Druck läßt nach – es zischt und der Reifengummi wabbelt. Die Luft ist raus und weit und breit keine Pumpe zur Hand. Natürlich hat man gerade heute das nützliche Aufblasinstrument vergessen. Typisch.
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Ein junger Mann namens Hänsel, ebenfalls mit dem Fahrrad unterwegs, antwortet: „Ich weiß auch nicht, sieht hier alles so gleich aus. Haben wir etwa den Abzweig verpasst? Wieviel Kilometer sind wir seit heute früh gefahren?“ Stille. Ein Uhu ist zu hören. Keine Antwort!