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bhyke Foto:iteae_cnr_itDie Idee eines mit Wasserstoff betriebenen Fahrrades ist nicht unbedingt neu. Trotzdem machte dieser Tage ein Fahrrad dieser Art Schlagzeilen. Entwickelt haben es italienische Forscher in Rom. Übermittelt wurde die Meldung insbesondere von einer Nachrichtenagentur und die Redaktionen haben diese Meldung gerne abgedruckt, allerdings, ohne mal nachzudenken, oder besser: nachzurechnen.

Nach Aussagen von Projektleiter Vincenzo Antonucci fährt das 26 Kilogramm schwere Fahrrad "BHyke" völlig emissionsfrei, da der Antrieb mit Hilfe von elektrolytisch hergestelltem Wasserstoff und Photovoltaikstrom erfolge. Übersetzt heißt dies: es handelt sich um ein mit einer Brennstoffzelle betriebenes Elektrorad. Die Herstellung von Wasserstoff ist übrigens sehr energieintensiv, womit die Nullemissionstheorie bei der derzeitigen Verbreitungssituation von Photovoltaikanlagen und regenerativen Energiequellen eher Wunschdenken ist. Aber das nur am Rande.

Eine Wasserstoffladung soll bei dem Rad für rund 150 Kilometer reichen. Der Aufladevorgang benötigt dann rund 15 Minuten. Doch der Hammer folgt dann, denn die Kosten für eine komplette Ladung lägen bei 18 Euro. Und genau hier haben wohl viele nicht mal innegehalten und nachgerechnet, sondern einfach abgeschrieben.

Wir nehmen mal einen herkömmlichen Kleinwagen mit einem Verbrauch von rund sechs Litern Benzin auf 100 Kilometern. Bei einem derzeitigen Literpreis von rund 1 Euro 30 kostet eine 150 Kilometer lange Strecke 11 Euro 70 (Abnutzung, Steuern, Wertverlust und Wartung lassen wir jetzt mal außen vor).  Allerdings wiegen PKW heute meist weit über eine Tonne, gegenüber 26 Kilogramm beim Wasserstoff-Elektrofahrrad. Das Brennstoffzellenrad ist also nicht gerade wirtschaftlich. Vielleicht noch nicht. Aber heute darf man schon fragen: "Bitte, wer soll das bezahlen?" Normale Elektrofahrräder "verbrauchen" auf dieser Strecke ungefähr Strom in Höhe von 50 Cent. 

In Zukunft, so heißt es weiter, könne das Rad beispielsweise für verkehrsberuhigende Maßnahmen in historischen Stadtzentren eingesetzt werden. Erstmals einem breiteren Publikum vorgestellt wurde das Rad kürzlich auf der Verkehrsmesse H2 Roma Energy & Mobility Show in Italien.

Die Idee, eines Brennstoffzellenrades ist nicht neu. Fahrradtest.de hatte bereits 2000 über einen Entwurf für das Brennstoffzellenrad eines Berliner Designerduos berichtet. Auch heute noch wirkt dieses noch erheblich moderner als der Prototyp der Italiener. 

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